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Nun steht der 3. Advent und damit unser Konzert in der Doppelkapelle Landsberg direkt vor der Tür. Allerdings müssen und wollen wir vorher noch ein paar Worte über ein sehr schönes Berlin-Wochenende verlieren.
Durch unsere Mitwirkung im HORA-Gottesdienst in der St.Matthäus Kirche in Berlin im Mai diesen Jahres hatte sich die Einladung ergeben, unser diesjähriges Weihnachtsprogramm in der alten Fischerkirche in Ferch darzubieten, was wir am 26. November auch gerne in die Tat umsetzten. Hier wurde unsere Flexibilität auf ganz besondere Weise auf die Probe gestellt. Waren wir durch das Völkerschlachtdenkmal nun auf einen gewissen Minimal-Hall geeicht erwies sich Ferch doch trotz dom-artiger Grundstruktur als akustisch eher spröde. Gewohnt galant und charmant erklärte Daniel dann auch dem Publikum, dass ein Titel unseres Programm in dieser besonderen Akustik schlichtweg unaufführbar sei. Bei einer Einladung zum Rotwein am Abend nach dem Konzert erklärten wir dann auch den letzten Verständnislosen, was man im Allgemeinen unter einer trockenen Akustik zu verstehen hat. Ansonsten war es ein sehr schönes Konzert, ein großes Dankeschön an ein durchweg aufmerksames Publikum, dass wir, gemessen an den Aussagen nach dem Konzert, sowohl unterhalten als auch bewegen konnten. Danke auch an das Publikum für die Geduld, sich den ein oder anderen wirren Wortsalat bis zu Ende anzuhören ("Wir schauen auf das große Geschehnis, was dort im Stalle geschehen ist, und für uns Menschen zu einem ja ... naja, zu einem großen Geschehnis geschehen worden ist). Und die kleine Ruth, die an dem Abend ein bisschen zynisch veranlagt war, platzte mit einem Lachen heraus und schickte das Publikum nach Konzertende zielsicher nach Hause gen Osten, in Richtung der untergehenden Sonne. Und, falls da noch jemand Zweifel haben sollte, im 2. Block haben wir wirklich nur "Magnum Mysterium" Vertonungen gesungen. Wirklich nur... Und alle auf Englisch. Nach so viel Fleiß hatten wir uns eine kleine Labung bei Brot und Wasser im argentinischen Steakhaus in Berlin wahrlich verdient. 500 g Fleisch werden im allgemeinen überbewertet. Übernachtet wurde wieder, fast schon traditionell, im City-Hostel in Berlin. Am nächsten Morgen sickerte bei allen Ensemblemitgliedern die Erkenntnis durch, dass der HORA-Gottesdienst tatsächlich erst 18 Uhr stattfinden würde. Zum Glück gab es zahlreiche Weihnachtsmärkte, durch deren Besuch die Zeit dann doch wie im Pflug verging. Auf dem Gendarmenmarkt holten wir uns sogar noch wertvolle Inspirationen, was den notwendigen Show-Gehalt einer Darbietung anging und fanden uns gestärkt und motiviert in der St.Matthäus Kirche ein. Wie letztes Jahr waren wir auch in diesem Jahr sehr angetan von der Akustik boten vor einer sehr bewegten Gemeinde 5 Titel aus unserem Weihnachtsprogramm dar. Ganz wunderbar verstand es der Kantor der St.Matthäus Kirche Akzente aus unseren Stücken aufzugreifen und in eigenen Improvisationen zu verarbeiten. So wurde eine musikalisch runde Sache aus dem Gottesdienst und dem Wochenende im Allgemeinen und wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Berlin, in St.Matthäus und mit Ihnen und Euch. Eure Chordae |